Der Hohe Göll (2.522 m). Einer meiner Wunschgipfel.
Am 27. August 2008 hatten wir ein klar formuliertes Ziel: „Den Gipfel des Hohen Göll zu erreichen und von dort aus weiter über das Brettriedl (2.344 m) und das Hohe Brett (2.340 m) wieder abzusteigen“. Wir, das sind Lars, Achim, Toni und meine Wenigkeit. Früh am Morgen packte ich meinen Rucksack, nahm mit meinen Bergkameraden ein ausgiebiges Frühstück ein und brach mit ihnen gemeinsam auf in Richtung Rossfeld-Panoramastraße auf. Toni, der seinen BMW wie immer die Serpentinen regelrecht heraufkatapultierte, fluchte schon an der Mautstelle, da ihn die „freundliche“ Dame am Schlagbaum ausnahmsweise nicht für Lau durchlassen wollte. Wir folgten also zahlender Weise der Straße bis zum Ahornkaser und wechselten von Gummireifen auf Bergstiefel.
Nun ging es erst ein kurzes Stück hinab und dann bis zum bekannten Putschellerhaus (1.692 m) stetig bergann. Der Schweiß floss hier am Eckersattel schon jetzt in Strömen, da auf der Süd-Ost-Seite am Morgen natürlich die Sonne lag. Als wir nach ca. 45 Minuten am Haus angekommen waren, brannten schon die Kehlen. Eine Apfelschorle stillte den Durst aber schnell. Nach einer kurzen Pause machten wir uns gleich weiter auf den, noch langen Weg. Über einen grasigen First ging es, diesmal sehr angenehm im Schatten, weiter in Richtung Nordostgrat. In abwechselndem Geh- und Steilgelände ging es langsam aber sicher aufwärts. Teilweise muss man hier schon die Hände zur Hilfe nehmen. Wer das Gehen mit Stöcken beherrscht, kommt aber auch ohne die eigenen Greifer aus.
Die Route ist absolut kein Spaziergang und sollte nur von geübten Berggehern begangen werden. Wer sich in steilem Felsgelände unsicher fühlt, sollte nicht auf den Hohen Göll gehen. Eine Alternative ist dann das Hohe Brett, was deutlich einfacher zu ersteigen ist.
Nach einiger Zeit gelangten wir zu einem Gratabsatz mit Gedenkkreuz, von wo aus man eine tolle Aussicht hat. Hier machten wir eine kurze Trinkpause, bevor wir uns weiter in Richtung des steilen Grates vorarbeiten wollten. Dort angekommen, hat man zwei Möglichkeiten weiter zu gehen. Links geht es über steile Bänder hinauf zum Kamin und rechts kommt man zum Schusterweg, einem kurzen Klettersteig. Beide Wege treffen sich wieder auf der Göllleite.
Wir wählen den Weg durch den Kamin. Also gehen wir in steil abfallendem Gelände die Bänder hinauf, bis der Kamin vor uns auftaucht. Diesen durchsteigen wir ein leichter Kletterei (gesichert mit Eisenstiften), bis wir im Rauchfang auf den Rücken des Göll steigen. Hier auf der Göllleite geht es steil und anstrengend in etwa einer halben Stunde weiter auf den Gipfel. Man hat übrigens am Ausstieg des Kamins eine grandiose Aussicht auf den Mannlgrat und den Kehlstein.
Endlich auf dem Gipfel angekommen genießen wir die Ruhe, die Sonne und die beeindruckende Aussicht. Von hier aus haben wir schon eine gute Sicht auf den weiteren Verlauf der Route. Aber vorerst stärken wir uns und machen natürlich das obligatorische Gipfelfoto. Das Gipfelkreuz ist aus glänzendem Edelstahl, schön geformt und in das Kreuz ist ein großer Bergkristall eingelassen. Insgesamt ist es eines der schönsten Gipfelkreuze, die ich bis dato gesehen habe. Natürlich darf auch der obligatorische Eintrag in das Gipfelbuch nicht fehlen. Auch mein Sohn Luke war bei dieser Tour in Gedanken dabei und auf dem Gipfel und wurde er natürlich im Buch verewigt.
Vom Putschellerhaus bis zum Gipfel haben wir etwa 3 Stunden benötigt. Zwischendurch hörten wir mehrfach den Bergrettungshubschrauber, ein eher warndendes und manchmal demotivierendes Signal. Ich kann es nur noch einmal betonen. Der Hohe Göll ist kein Berg für Spaziergänger. Besonders das Gelände über dem Wilden Freithof verzeiht keine Fehler.
Der Hohe Göll wurde am 4. September 1800 durch den Slowenen Valentin Stanic touristisch erstbestiegen. Er ist auch der Erstbesteiger des legendären Watzmann. Wahrscheinlich waren aber einheimische Jäger schon lange vor ihm auf dem Göll-Gipfel.
Die Anstrengung hat sich für uns wieder einmal gelohnt, auch wenn die Tour an dieser Stelle längst noch nicht zu Ende ist. Insbesondere Lars hat sich in Punkto Höhentauglichkeit noch einmal deutlich steigern können. Aber die schwerste Stelle dieser Tour kommt erst noch. Die Fortsetzung folgt.
Add comment Oktober 19, 2008
Outdoor-Schnäppchenjäger sollten aufpassen
Yabadu.de startet Live-Shopping – Betonung auf Top-Marken und Mega-Trends
Live-Shopping heißt das Zauberwort, mit dem das Internetportal www.yabadu.de seit 6. Oktober sein Angebot erweitert. Ausgesuchte Produkte aus den aktuellen Sortimenten der führenden Ausrüster sollen zu deutlich günstigeren Preisen im Yabadu Shop erhältlich sein – und die Herzen der Outdoor-Freunde höher schlagen lassen.
Es werden Produkte bekannter Top-Marken angeboten, die unter den Outdoor-Experten für Top-Qualität stehen – und die hat ihren Preis. Deutlich drücken kann diesen, wer sich die Vorteile des Live-Shopping zunutze macht.
Als erster Outdoor-Anbieter im deutschsprachigen Raum startet das Internetportal Yabadu am 6. Oktober diese Verkaufsform, deren Erfolgsgeheimnis in einem limitierten Angebot liegt. Maximal drei Artikel sollen in begrenzter Stückzahl jeweils für zwei Wochen verfügbar sein, bevor Yabadu-Gründer Armin Brunner die Schlagzahl noch deutlich steigern möchte: So sollen die Aktionen für die Outdoor-Freunde im Dezember sogar täglich wechseln.
Gegenüber dem Katalogpreis verspricht Brunner Vergünstigungen von bis zu 30 Prozent, während das Einsparpotenzial für Premium-Mitglieder für die exklusiven Produkte sogar bei bis zu 50 Prozent liegen soll. Trotz der überaus günstigen Preise müssen sämtliche Artikel strengen Qualitätsmaßstäben genügen.
Neben seiner eigenen Tourenpraxis in den verschiedensten Terrains legt der 44-Jährige Yabadu-Chef bei der Auswahl der Produkte großen Wert auf den ständigen Austausch mit anderen Aktivisten und Experten aus der Branche. So sollen die Outdoor-Freunde eine stets kleine, aber feine und abwechslungsreiche Auswahl so ziemlich aller Accessoires bekommen, die ihr Herz begehrt: Von Bekleidung über Rucksäcke, Schlafsäcke und Zelte bis hin zu Outdoor-tauglichen GPS-Geräten und Schneeschuhen.
Darüber hinaus möchte Brunner die extrem kurze Laufzeit der Angebote nutzen und die aktuellen Trends und Innovationen direkt an den ebenso anspruchsvollen wie preisbewussten Endverbraucher weitergeben.
Für weitere Informationen zu diesem Schnäppchenmarkt und zu weiteren Angeboten von Yabadu.de wie etwa Topo-Karten, Yabadu-Club und Touren und Tipps klicke auf www.yabadu.de.
Add comment Oktober 10, 2008
Nacktwandern im Harz
Ja, Sie lesen richtig. Nacktwandern im Harz ist demnächst möglich. Der Harzer Verkehrsverband (HVV) hat angekündigt, bis zum Jahresende zu klären, ob ein ausreichendes Interesse am Thema Nacktwandern im Harz besteht.
Damit ist auch im Norden der Republik ein Trend angekommen, der schon in anderen Teilen Deutschlands praktiziert wird. Eine, in der Regel kleine, Gruppe von ambitionierten Freikörperkulturverfechtern trifft sich zum gemeinsamen Wandern auf einsamen Pfaden. Offensichtlich gehen die vermeindlich „Hüllenlosen“ (noch) dem Normalowanderer aus dem Weg.
Auch im Harz scheint Interesse zu bestehen, eine mehr oder weniger abgelegene Strecke für Nacktwanderer auszuweisen. Da ich ein toleranter Mensch bin, kann ich dazu nur sagen: „Wer´s mag, viel Spaß.“
2 comments September 24, 2008
Slacklines – Sportgerät und Fitnesstrend?
Da schwappt wohl mal wieder was rüber, über den großen Teich. Slack – schlaff? Keineswegs, richtig gespannt bringt die line ´ne Menge Spaß. Einfach das 15 oder 25-Meter-Seil zwischen zwei Bäume gespannt, mit der Ratsche festgezogen, und schon kann es losgehen. Balancieren, Gleichgewicht halten und gelegentlich auch mal „abschmieren“. Das bringt, ich kann es mir sehr gut vorstellen, eine Menge Spaß.
Im Video der Firma GIBBON wird gezeigt, wie einfach eine Slackline aufgebaut wird. Ich bin bereits ganz neugierig und habe beschlossen, dass meine nächste Investition mal in ein unscheinbares Seil getätigt wird. Ich werde von meinem „Adrenalinkick“, 25 cm über dem Boden, berichten.
Der Hersteller Gibbon verweist freundlicher Weise auch noch auf positive Nebeneffekte der Anwendung: Verbesserte Konzentration und Balance, höhere Leistungsfähigkeit, Muskelaufbau und -Muskeltraining. Mal sehen!
2 comments August 18, 2008
Hamelner am Watzmann abgestürzt
Laut Pressemitteilungen ist am Wochenende ein 57-jähriger Hamelner an der Watzmann-Südspitze 40 Meter in die Tiefe gestürzt und wurde dabei schwer verletzt. Der Mann aus dem Weserbergland war mit seinem Bergkamerad am Vormittag am Watzmannhaus aufgebrochen, um die Watzmannüberschreitung zu gehen.
Als die beiden Männer am Mittag an der Südspitze absteigen wollten, stürzte der Hamelner in die Abstiegsrinne. Er soll sich laut seines Bergkameraden dabei mehrfach überschlagen haben und blieb anschließend bewusstlos liegen. Mehrere Bergsteiger, die zufällig in der Nähe waren, leisteten Erste Hilfe. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 1“ in ein Krankenhaus nach Salzburg geflogen, nachdem er über die Rettungswinde geborgen wurde.
Bei dem Einsatz waren etliche ehrenamtliche Bergretter der Bergwacht im Einsatz. Ihnen sei an dieser Stelle wieder mal für ihren beispiellosen Einsatz gedankt. Es zeigt sich, wie unverzichtbar die Arbeit dieser Ehrenamlichen ist.
Add comment Juli 3, 2008
Der Fuß entscheidet
Auch in Zeiten, die vom Fußball beherrscht werden, wende ich mich notgedrungen dem Bergwander/steiger-Thema „Füße“ zu. Denn, die Zeit drängt. Ende August geht es wieder in die Berge und was fehlt? Das Wichtigste, die Schuhe! Ich habe zwar noch ein Paar ältere Lowa-Bergschuhe. Die haben aber bei meinen letzten Touren arg gelitten. Vor allem bei Geröllabfahrten hat das lederne Obermaterial einiges mitbekommen. Die Sohle ist auch schon recht abgenutzt. Und da ich in diesem Jahr einen leichten Klettersteig probieren möchte und darüber hinaus längere Touren in felsigem Gelände plane, ist ein stabiler, leichter Schuh mit entsprechender robuster Ausstattung nötig.
Da stehe ich schon vor einem größeren Problem. Wo bekommt man im hohen Norden nun sein Wunschmodell her? Natürlich, im Fachhandel. Doch auch dort haben die im Norden längst nicht die Auswahl, die man aus Fachgeschäften im süddeutschen Raum kennt. Da bleibt nur eins: „BESTELLEN. Und notfalls die Versandkosten übernehmen.“
Ich habe mich nach anfänglicher Symphatie für den Hersteller Meindl nun mal deutlich in Richtung HANWAG orientiert. Für meinen Geschmack bieten die für meine Vorhaben die kompletteren Schuhe. Was die Optik betrifft, muss ich sagen, dass es relativ sch…egal ist für welchen Hersteller und für welches Modell man sich entscheidet. Die sehen alle aus wie Weltraumschuhe, was man sonst nur aus dem Skizirkus kennt. Die klassischen Lederoptiktreter gibt es eben nur noch selten und dann mit deutlichem Aufpreis und/oder Mehrgewicht.
Insofern achte ich erst garnicht auf das Design, sondern beschränke mich bei meiner Auswahl ausschließlich auf die Eigenschaften und die Ausstattung. Auch über die Preise darf gar nicht nachdenken. Am besten ist es, wenn man sich nach seiner Entscheidung für das Modell der Träume einfach zur Kasse begibt und dort seine Kreditkarte abgibt, unterschreibt und fluchtartig den Laden verlässt. Ich möchte an dieser Stelle mal ausnahmsweise mal in DM umrechnen. Etwa 400 Mark soll das Modell kosten, für welches ich mich interessiere. Ihr wisst schon, dass sich dafür Menschen Ende der 90ger-Jahre ein komplettes Auto für gekauft haben?
Aber wie gesagt, der Fuß entscheidet.
Add comment Juni 29, 2008
