Überschätzung eigener Kräfte
Januar 5, 2008
Anscheinend kommt es im Gebirge immer wieder bei einigen Menschen zu einer fatalen Überschätzung der eigenen Kräfte. Wie erst kürzlich wieder auf der Internetseite der Berchtesgadener Bergwacht (www.bergwacht-berchtesgaden.de) zu lesen war, mussten etliche Personen aus Bergnot gerettet werden. Und dies im Winter. Mehrere Skitourengeher haben ihre Kräfte überschätzt oder sich bei einbrechender Dunkelheit verirrt.
Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang immer wieder die Naivität, mit der einige Skitourengeher, aber auch Bergwanderer oder gar Bergsteiger, an die Planung Ihrer Touren herangehen. Als Beispiel: Die „große Reibe“ ist eine Tour von etwa 50 km Länge, wobei etwa 2.000 Höhenmeter überwunden werden müssen. Da sollte einem schon klar sein, dass dies speziell im Winter nicht an einem Tag zu schaffen ist. Dann sollte man sich Fragen stellen, wie: „Wo übernachte ich, wenn nicht im Freien?“ Schließlich haben nur wenige, bzw. keine Berghütten in dieser Jahreszeit Betrieb. Und Schutzhütten oder Notunterkünfte (Winterräume) sind auch nicht unbedingt in Massen vorhanden.
Eine gute Planung der Tour ist also die wichtigste Voraussetzung dafür, dass der Ausflug nicht zum Desaster wird. Eine Bergrettung mit dem Hubschrauber verursacht nicht nur enorme Kosten, sondern bringt auch die Bergretter in Gefahr.
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