Archive for Januar 2008

Am Stock gehen ist Standard

Leki Super Makalu

Vor einigen Jahren wurden die wenigen Stockler noch mitleidig belächelt. Können die nicht anders? Sind sie schon so schwach? Manch einer hat sich vielleicht sogar zu Gedanken hinreißen lassen, wie: „Wenn die schon am Stock gehen müssen, was haben die dann in den Bergen zu suchen?“ Es war schon ein seltsames Bild, als plötzlich auch im Sommer Menschen mit Skistöcken durch den Alpenraum pilgerten. Die Ausrüster jedoch griffen diesen Trend, sich das Leben leichter zu machen, schnell auf und schufen die ersten, auf den Verwendungszweck Bergwandern abgestimmten Stöcke namens „Trekkingstöcke“.

Heute? Ja, heute ist es ganz anders. Wer beispielsweise im Ötztal ohne Stockerl unterwegs ist, wird man schon musternd angeschaut. Mann oder Frau wird tatsächlich zum Außenseiter, wenn keine Gehhilfen benutzt werden. Auch ich muss gestehen, noch vor einiger Zeit war ich ein überzeugter Anti-Stockler. Warum sollte ich mir auch Stöcke in die Hände nehmen, die ich ja zum Kraxeln benötige? Mittlerweile denke ich da ein wenig anders. Seit ich es selbst mal ausprobiert habe, mit der Gehhilfe. Es ist tatsächlich und vor allem beim Abstieg in unsicherem Gelände eine enorme Hilfe, die dazu beträgt, Kräfte und Gelenke zu schonen. Aber auch im Anstieg wird man durch den Einsatz des gesamten Körpers, anders als beim Ohne-Stock-Gehen, schonender beansprucht. Ich bin mittlerweile sehr überzeugt.

Beim Abstieg vom Hohen Brett bin ich sogar Passagen mit Stock sicherer gegangen, wo ich mich früher mit Händen hätte festhalten müssen. Man kommt also nicht nur Kräfte schonender voran, sondern auch schneller. Das muss nicht das Ziel sein, aber es ist ein begleitender Effekt, neben dem Plus an Sicherheit in unsicherem Gelände.

Die Folge: Ich kaufte mir kürzlich einen eigenen Stock. Der „Leki Super Makalu Ergometric Long Antishock“ ist jetzt meiner. Ich bin gespannt auf den ersten Einsatz. Ich werde sicherlich berichten.

Add comment Januar 26, 2008

Jung klettert

Hier mal wieder ein Video, welches ich beim Stöbern bei Youtube gefunden habe. Sehr stimmungsvolle Bilder von einem jungen Team. Aufgenommen für den schweizer Ausrüster MAMMUT. Viel Spaß.

Add comment Januar 17, 2008

Sir Edmund Hillary ist tot.

Edmund Hillary

Foto: Tenzing Norgay auf dem Gipfel des Mount Everest. Hillary wurde nicht fotografiert.

Der Erstbesteiger des Mount Everest (8.848 Meter) ist heute im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Der legendäre Bergsteiger und Neuseeländer Ed Hillary hat als erster Mensch gemeinsam mit dem Sherpa Tenzing Norgay am 29. Mai 1953 den höchsten Gipfel der Erde bezwungen.

Laut Medienberichten zufolge war er schon lange gesundheitlich angeschlagen. Die neuseeländische Premierministerin würdigte den Bergsteiger als „heldenhafte Figur“, die nicht nur den Mount Everest bezwungen habe, sondern ein „Leben der Entschlossenheit, der Bescheidenheit und Großzügigkeit geführt“ habe.

Hillary setzte er sich für die nepalesischen Sherpas ein, rief eine Stiftung zu ihrer Unterstützung ins Leben. Mit Tenzing Norgay, der 1986 starb, blieb er zeitlebens befreundet. Hillarys Frau und seine Tochter starben 1975 bei einem Flugzeugabsturz in Nepal, als sie auf dem Weg zu einem ihrer Wohltätigkeitsprojekte waren. Hillary heiratete 1989 im Alter von 70 Jahren June Mulgrew, die Witwe eines befreundeten Bergsteigers.

Tugenden wie Kameradschaft seien dem Ehrgeiz der Ich-Menschen gewichen, beklagte Sir Edmund.

Add comment Januar 11, 2008

Achtung! Nur für Singles.

Singles in Motion

„Singles in Motion – gemeinsam die Berge entdecken“ eine neue Geschäftsidee, oder einfach nur eine Möglichkeit für allein kraxelnde Singles eventuell einen Partner zu finden? Die Idee jedenfalls ist allemal interessant. Wenn man ohnehin schon in den Bergen unterwegs ist und nicht gerade gesteigerten Wert auf absolute Stille legt, greift dieses Konzept.

Alexandra Illmayer aus Seefeld (Österreich) hatte diese Idee. Nun wurde aus einer Idee eine Umsetzung, die wohl ihre Anhänger findet. Die Leute, die sich Singles in Motion anschließen sollen sich unterwegs unterhalten, sich kennen lernen und evtentuell …. Nichts muss, alles kann? So wird es wohl gemeint sein. Sehen Sie selbst mal unter http://www.singlesinmotion.at.

Add comment Januar 10, 2008

Überschätzung eigener Kräfte

Anscheinend kommt es im Gebirge immer wieder bei einigen Menschen zu einer fatalen Überschätzung der eigenen Kräfte. Wie erst kürzlich wieder auf der Internetseite der Berchtesgadener Bergwacht (www.bergwacht-berchtesgaden.de) zu lesen war, mussten etliche Personen aus Bergnot gerettet werden. Und dies im Winter. Mehrere Skitourengeher haben ihre Kräfte überschätzt oder sich bei einbrechender Dunkelheit verirrt.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang immer wieder die Naivität, mit der einige Skitourengeher, aber auch Bergwanderer oder gar Bergsteiger, an die Planung Ihrer Touren herangehen. Als Beispiel: Die „große Reibe“ ist eine Tour von etwa 50 km Länge, wobei etwa 2.000 Höhenmeter überwunden werden müssen. Da sollte einem schon klar sein, dass dies speziell im Winter nicht an einem Tag zu schaffen ist. Dann sollte man sich Fragen stellen, wie: „Wo übernachte ich, wenn nicht im Freien?“ Schließlich haben nur wenige, bzw. keine Berghütten in dieser Jahreszeit Betrieb. Und Schutzhütten oder Notunterkünfte (Winterräume) sind auch nicht unbedingt in Massen vorhanden.

Eine gute Planung der Tour ist also die wichtigste Voraussetzung dafür, dass  der Ausflug nicht zum Desaster wird. Eine Bergrettung mit dem Hubschrauber verursacht nicht nur enorme Kosten, sondern bringt auch die Bergretter in Gefahr.

Add comment Januar 5, 2008

Messner in der Falle!

Wie steht es um die Vermarktung der Berge? Müssen wir wirklich jeden Zivilisationsquatsch mit in die Berge schleppen? Eine klare Antwort darauf hat für sich Reinhold Messner gefunden, der schon vör Jahren Kurt Felix und „Verstehen Sie Spaß?“ in die Falle gegangen ist. Sehen Sie selbst.

Add comment Januar 5, 2008

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